
„Ich mache Sachen entweder
ganz oder gar nicht„
Vivien Bezold
Vivien ist 40 Jahre alt, wohnt in Reuth, ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Ihr Beruf ist Soziologin (Schwerpunkt: Migration und Integration, M.A.) und der Zusatzqualifikation Finanzierung und Kostenrechnung von Sozialunternehmen. Nach Anstellungen bei der Stadt Erlangen und dem Bayerischen Roten Kreuz Nürnberg arbeitet sie nunmehr seit 4 Jahren in der Bundesverwaltung. Vivien ist engagiert und verantwortungsbewusst, organisiert, sach- und lösungsorientiert und vielseitig interessiert
Unsere Fragen – Viviens Antworten:
Was sind deine Lieblingsorte in Weisendorf?
Meine Lieblingsorte in Weisendorf sind Wald- und Radwege zu den Ortseilen (Hochstraße, Karlsweg, etc.) sowie der Schlossgarten
Welche Hobbies und Interessen hast Du? Übst Du ein Ehrenamt aus?
In meiner Freizeit engagiere ich mich vor allem im sozialen Bereich.
In meiner Schulzeit war ich Jugendleiterin in der evang. Kirche, im Kreisschülerrat und habe Schüler- und Musikveranstaltungen organisiert. Nach meiner Schulzeit habe dann ein FSJ im Ausland an einer Vorschule gemacht und war dann während meines Studiums in Arbeitskreisen an der Uni in Bayreuth aktiv sowie in der Initiative „Bunt statt braun“. In meiner Zeit in Erlangen war ich neben dem Besuchsdienst im AWO Seniorenheim ebenso wie schon zu meiner Studienzeit vor allem in der ehren amtlichen Flüchtlingshilfe aktiv und habe im E-Werk gejobbt. Mit dem Umzug nach Weisendorf, Berufsleben und Familiengründung hat sich mein Engagement dann in andere Bereiche verschoben. Seither bin ich Kassenführung im Surfclub Erlangen, war zeitweise Ansprechpartnerin der Krabbelgruppe der evang. Gemeinde, bin bei Einzelaktionen, wie dem ökumenischen Weltgebetstag der Frauen, gern dabei und habe im Elternbeirat der Kita meiner Kinder mitgemacht. Seit meiner Entscheidung mich politisch zu engagieren, habe ich mich vor allem im Vorfeld von Wahlen eingebracht. Seit einem Jahr bin ich Sprecherin der Grünen im Seebachgrund, was neben der Zeit mit meiner Familie, den Hobbies meiner Kinder, mit meinen Freunden und auf der Arbeit die meiste Zeit einnimmt.
Zu meinen Interessen und Hobbies gehören vor allem meine Ehrenämter. Aber darüber hinaus mag ich alles im Zusammenhang mit Musik, Kunst/Kultur und Sport gern. Ich singe (derzeit leider nicht mehr) und tanze gern – zuletzt Ballett, ganz neu habe ich mit Zumba angefangen -, habe früher Volleyball gespielt, fahre jetzt aber vor allem Fahrrad und habe Freude an kreativen Dingen jeglicher Art und am Lesen.
Besonders am Herzen liegt mir …
Eine gute und sichere Mobilität – für Jung und Alt.
Ich möchte, dass man sich zu Fuß und mit dem Fahrrad sicher bewegen kann, mein Sohn allein zur Schule, zu Freunden und Sport fahren kann, ohne dass das ich ihn begleiten muss, da ich Angang habe es könnte ein Autounfall passieren. Wir brauchen mehr Zebrastreifen sowie Radwege. Allgemein gehören die Radwege ausgebaut, Ortsteile gut angebunden und ordentliche Fahrradbügel und Abstellflächen für Fahrräder. Mobilität ist Daseinsvorsorge – und Klimaschutz zugleich.
Ich möchte Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen.
Unsere Bevölkerung wird älter, bunter, weniger. Das verändert nicht nur die Finanzen, sondern auch unsere Gesellschaft. Immer mehr Entscheidungen werden von Generationen getroffen, die sich in anderen Lebensphasen befinden – oft ohne, dass junge Familien oder Kinder ausreichend Gehör finden.
Ich möchte, dass Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen stärker mitgedacht werden – mit gut ausgestatteten Schulen und Kitas, Freizeit- und Begegnungsorten und einem Familienbeirat, der wie der Seniorenbeirat in die Beratungen der Gemeinde eingebunden ist.
Zugleich müssen wir die Strukturen für ältere Menschen sichern – die Schlagworte hier sind Pflege, altersgerechtes Wohnen und soziale Teilhabe. Generationengerechtigkeit bedeutet für mich: Politik für alle Lebensphasen zu denken.
Klimaschutz und Klimaanpassung
Kommunen spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Weisendorf kann hier vorangehen: durch kommunale Wärmeplanung, Solar- und Windprojekte, artenreiche Pflege innerörtlicher Flächen, Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden, grüne Dächer auf Bushäuschen, und den Vorrang bei der Nutzung bestehender Flächen statt neuer Ausweisungen, d.h. die konsequente Nachnutzung bestehender Flächen (Stichwort Schloss). Wir brauchen mehr Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden, begrünte Dächer – auch auf Bushäuschen –, insektenfreundliche Flächenpflege, und eine konsequente Nachnutzung bestehender Flächen. Ich möchte Projekte anstoßen, die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen motivieren, selbst Energie zu sparen und mitzuwirken. Das bringt nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Stärke für unsere Region.
Ehrenamt und Zivilschutz
Angesichts extremer Wetterlagen, gesellschaftlicher Veränderungen und globaler Unsicherheit brauchen wir einen starken Katastrophenschutz vor Ort. Bei uns vor Ort sind hier unsere Freiwilligen Feuerwehren die tragende Säule. Diese Strukturen zu stärken und das Ehrenamt in den Vereinen insgesamt zu fördern, sehe ich als zentrale Aufgabe.
Wenn ich ein Problem aus der Welt schaffen könnte, dann wäre es …
… die Ungleichheit in unserer Gesellschaft und der Welt. Hohe Ungleichheit schränkt unsere Zukunftschancen ein. Sie erhöht Armut, Gesundheitsprobleme und Kriminalität. Zugleich nehmen mit zunehmender sozialer Ungleichheit der gesellschaftliche Zusammenhalt und Vertrauen in Demokratie ab. Sie fördert Polarisierung und behindert Lösungen für gemeinsame Herausforderungen wie den Klimawandel.
Motivation: Am 8.März. heißt es grün wählen, weil …
… wir Zukunft statt Stillstand brauchen. Ob Mobilität, Ortentwicklung, Klimaschutz oder Beteiligung von Jung und Alt – wir Grünen setzen uns für ein Weisendorf ein, dass zukunftsfähig und lebenswert bleibt – für alle Generationen. Wir wollen gestalten statt nur verwalten.
Was ich sonst noch sagen möchte …
Meine Art und Verständnis von Politik ist keine des Gegeneinanders
Ich halte es für bereichernd, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt, dass Menschen sich engagieren, einbringen, streiten und Lösungen suchen. Ich kandidiere nicht gegen jemanden – ich kandidiere für eine grüne, nachhaltige, sachorientierte und menschliche Politik in Weisendorf. Ich möchte, dass Weisendorf ein Ort bleibt, der sich entwickelt und an dem man gerne lebt, weil man sich hier wohl fühlt, weil Politik verlässlich ist und es ein Ort ist, der mutig in die Zukunft schaut.
